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Old School über Wien - Dismember auch nach 20 Jahren noch eine Macht

Live On Stage:Dismember, Hatesphere, Fall Of Serenity, Worldescape, Perishing Mankind
Location:Arena Wien
Fotos:25.02.2008
Datum:
Verfasser:Ogerl

Metalfanatics-Kurzbewertung:

Bands: /10 $grad Grad
Sound: /10 $grad Grad
Location: /10 $grad Grad
Stimmung: /10 $grad Grad
Besucherzahl: (geschätzt)

online seit:
2008-02-28

Ein Konzert an einem Montag Abend. Kann das gut gehen? Wenn das Package passt dann ja. So auch an jenem besagten letzten Monat im Monat Februar. Gut 180 Nasen fanden sich in der mehr als gut gefüllten kleinen Arena Halle ein, um sich von den Klängen der Old-School Deather von DISMEMBER inspirieren zu lassen. Mit im Gepäck die dänischen Death/Thrasher HATESPHERE, das Deutschland-Package FALL OF SERENITY und WORLDESCAPE sowie Österreichs PERISHING MANKIND.

Letztgenannte durften zu einer unmenschlichen Konzertzeit bereits die Bühne entern. Die Uhr zeigte gerade mal erst 19:15 Uhr an, also die Steirer die Arena-Bühne enterten. Es waren aber doch schon einige Leute anwesend, um dem Death/Thrash der Bande aufzunehmen. Und diese erwiesen sich wie immer als tolle Liveband. Kollektives Kopfkreisen auf und vor der Bühne war hier angesagt. Geboten wurde ein Mix aus alten und neuen Nummern. Die Leute dankten es ihnen mit viel Applaus. Eine wirklich gelungene Show, jedoch hatte ich nichts anderes erwartet.

Als nächstes durfte eine mir gänzlich unbekannte Band namens WORLDESCAPE ihre Show zum Besten geben. Ich hatte mir die Jungs zuvor kurz auf Myspace angehört und das gebotene hatte mich nicht unbedingt überzeugt. So auch live, weshalb ich nach zwei Nummern die Halle verlies.

Danach gings weiter mit den Deutschen von FALL OF SERENITY. Die Jungs waren mit neuem starken Album am Start, welches sie heute dem Wiener Publikum präsentierten. Ihre Mischung aus Metalcore mit sehr vielen Thrashparts kam beim Publikum auch ganz gut an, wenngleich mir irgendetwas an diesem Auftritt fehlte. War es die doch eher statische Show der Jungs? Ich kann es nicht sagen. Den Leuten war es jedoch egal und sie feierten die Deutschen ordentlich ab. Gut so.

Sehr gespannt war ich dann auf den Auftritt der dänischen Walze HATESPHERE. Mit fast komplett neuem Lineup, lediglich einer der Gitarristen gehörte zum alten Eisen, waren die Jungs hier in Wien am Start. In den letzten Jahren zählten die Dänen ja schon zum Inventar in Österreich, ich weiss gar nicht wie viele Gigs sie in unseren Breitengraden schon absolviert haben. Nunja, was ist zu dem neuen Haufen zu sagen? Technisch bewegen sie sich wie eh und je auf höchstem Niveau, auch der neue Fronter wusste in einigen Passagen durchaus zu gefallen. Seine Shouts waren etwas tiefer angelegt als bei seinem Vorgänger. Aber es waren einfach nicht mehr die Hatesphere der früheren Tage. Eine Frontsau wie es Jacob Bredahl war fehlt hier eindeutig, auch vom Charisma her. Auch die Songauswahl war an diesem Abend nicht das gelbe vom Ei. Die ersten beiden Alben wurden gleich mal ganz weggelassen. Dafür waren einige Schmankerl vom starken „The Sickness Within“ vertreten. Auch vom neuesten Output „Serpent Smiles“ gaben die Jungs ein paar Songs zum besten. Keine Frage, der Auftritt war durchaus gelungen, an frühere Tage kommen sie aber (noch) nicht heran. Man darf also gespannt sein.

Nun war es aber soweit und es hieß Bühne frei für die schwedischen Deather von DISMEMBER. Die Jungs aus Stockholm waren leider durch einen Virus ein wenig gehandicapt, deswegen ist ihnen diese Starke Show doppelt hoch anzurechnen. Vom ersten Ton weg gingen die Jungs mit einer Brachialität ans Werk, wo sich andere Bands noch ein schönes Scheibchen abschneiden könnte. Trotz Krankheit präsentierte sich Fronter Matti Kärki in bestechender Form und hatte auch das eine oder andere Spässchen parat. Auch die Songauswahl war vom feinsten. „Skinfather“, „Casket Garden“, „Collection by Blood“ vom genialen „Massive Killing Capacity“ oder aber auch“Dreaming in Red“ wurden auf die bangende Meute mit einer Wucht losgelassen, als gäbe es kein Zurück mehr. Auch zwei neue Nummern wurde den Fans um die Ohren geschossen, unter anderem das geniale „Under A Bloodred Sky“, welches mit feinstem Maidenriffing punkten kann. Hammersong! Nach einer guten Stunde jedoch war es auch schon wieder vorbei. Ein toller Konzertabend ging zu Ende. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass Dismember noch lange nicht zum alten Eisen gehören und spielend leicht die eine oder andere Band an die Wand drücken kann. So soll es sein. Ein großes Lob geht an dieser Stelle jedoch auch an die Supports, die ihre Sache gut gemacht haben. Ein rundum gelungener Abend also.

User Bewertung dieser Show:

Durchschnittliche Bewertung der Metalfanatics-Leser bisher: 4.6/10
(7 votes)



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Till Burgwächter – Tilicus Glossicus Metallicus (Metalglossen aus der Hölle)

Till Burgwächter, Autor von solch wundervollen Büchern wie „Juhr Gait Tu Hewi Me...more

 
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