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Kaltenbach Open Air 2008 – Metal Mountain Madness

Info:18.07. - 19.07. 2008 - Spital am Semmering (Austria)
Verfasser:Eirik, Kreuznagel, Sykryt, Aamon, Ogerl
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online seit:
2008-08-12

Am Donnertag, den 17. Juli, hat uns wieder einmal der Ruf des Berges ereilt, denn ewig locken die Wälder. Ein wenig skeptisch aufgrund des anhaltenden Regens in Wien ging es auf zur Suche nach dem kalten Bach in den steirischen Bergen bei Spital am Semmering, waren die vorangegangenen Jahre doch mehr Spaß als auf die Haut eines gemeinen Schieferwiesenhochalpinrindes passt. Das Lineup versprach naturgemäß dem einen mehr, dem anderen weniger, für uns war jedoch eine gehörige Latte an interessanten Bands am Start, wenn auch die Bands bei diesem Festival nicht für jeden der Hauptgrund zum Ausflug sein mögen – die landschaftlichen Reize erzeugen definitiv auch gehöriges Flair.

Überraschend am Donnerstagabend war, leider bei gehörigem Himmelsweinen (aber unter geschütztem Zeltdach vorm Festivaleingang), dass die Mitveranstalter von Goddamned X den Stagesound mit einer Livenummer testeten. Nachdem sich das Publikum ziemlich begeistert zeigte, ließ sich die Band nach mehrmaligen Zugaberufen zu einem kompletten Gig hinreißen. Vielleicht wurde ja hiermit einen Tradition geboren? Mich würde es nicht stören. (Eirik)

Freitag

Trotz des längeren Einstimmungsabends war man am Freitagmorgen aufgrund des erfrischenden Klimas doch extrem fit, und nach dem traditionellen Schieferwiesenfrühstück war ich schon voller Vorfreude auf den ersten offiziellen Act, Folterkammer, der die undankbare Aufgabe hatte, am eigentlichen Anreisetag bereits zur (wenigstens unchristlichen) Zeit um 10:30 Uhr (!!) zu eröffnen. Ich muss gestehen, ich war mir sicher, dass die Niederösterreicher wohl mehr oder weniger für sich selbst spielen würden, da um die Zeit noch kaum jemand Richtung Gelände aufbrechen würde und machte mir somit keinen besonderen Stress talwärts zu schlendern. Aber dann – Wumm! Die Schlange beim Eingang stand bereits bis um die erste Serpentine talwärts! Damit habe ich definitiv nicht gerechnet. Erstaunlich war auch, dass zu diesem Zeitpunkt bei der Abfertigung anscheinend kaum etwas weiterging, da manche aus der Schlange noch lang nach dem Folterkammergig (und sogar noch nach AsathoR) anstanden.

Entsprechend wenig Audienz bot sich den Old School Deather. Außerdem berichtete mir Sänger Kari später, dass sie schwer mit dem Monitorsound zu kämpfen hatten. Nichts desto trotz wurde kräftig dem Mungluz Gulgur, dem Master of all, gehuldigt – cause nothing else splatters! Weiter ging es, wie schon erwähnt, mit den heimischen Wikingerbarden von AsathoR, welche mir bereits einmal bei einem Escapegig untergekommen waren. Geboten wurden episch vertonte Nordic Tales in gut abgestimmtem Gewande, der richtige Aufweckfaktor für das teilweise noch verkaterte Festivalpublikum war jedoch nicht gegeben, und so kam nur bedingt Stimmung auf.

In weiterer Folge enterten die Schwarzwurzler von Samhayn die Stage, eine Band, die nun doch schon einige Jährchen ihr Unwesen treibt, jedoch mit ihrem neuen Sänger Boronian Sturmfels eine neue Ära einzuläuten gedachte. Im wirklich positiven Sinne ist dies zumindest am diesjährigen Kaltenbach Open Air nicht gelungen. Wirkt ja Corpse Paint an sich schon immer sehr skurril bei grellem Tageslicht, waren die gesanglichen Entgleisungen nicht zu leugnen. Nicht zuletzt daran muss also zumindest gearbeitet werden.

Nun war´s aber mal Zeit, um dem grenzgenialen Dosenbierstand vorm Gelände zu testen. Super Idee, sich mit Kühlgeräten, Zeltplane und Heurigengarnituren an den Serpentinen zu postieren, direkt vor dem Eingang zum Festivalgelände. Gekühltes Bier gab´s um €2,-.(Eirik)



Samhayn holten sich mit ihrer denkwürdigen Performance mit Respektabstand den Titel „Miserabelste Band des Festivals“. Der Fünfer mit pseudobösem Corpsepaint (womöglich damit sie hinterher niemand erkennt?) rotzte letztklassigen Kindergarten- Black Metal runter, wie ihn ca. 3867 andere Bands im Proberaum besser hin bekommen. Die Krönung dieser traurigen Vorstellung war aber der Sänger, der das einfachste typische schwarzmetallische Gekreische nicht vernünftig drauf hatte und zu allem Überfluss versuchte, die meisten seiner Vocals in höheren Gekreischlagen zu absolvieren. Dazu sollte man allerdings wenigstens ein bisschen singen können, so hatte das Ganze schon etwas Tragikomisches an sich. Die Festivalbesucher, die schon besoffen genug waren und das Gelände nicht fluchtartig verließen, hatten zumindest was zu lachen. Entweder sind Samhayn verdammt mutig, masochistisch veranlagt, oder sie leiden unter einer Selbstüberschätzung die an Größenwahn grenzt. Anders ist es nicht zu erklären, wie man sich mit so einem akustischen Dünnschiss auf dem relevantesten österreichischen Metalfestival präsentieren kann.(Kreuznagel)

Als nächstes durfte die Deathcore-Maschinerie von Inzest die Kaltenbach-Bühne entern. Shouter Maggo und Co. ließen vom ersten Ton an nichts anbrennen und bretterten ihre Hasspatzen nur so in die jubelnde Menge. Auch soundmäßig war der Auftritt ganz ok, wenngleich für meinen Geschmack die zweite Gitarre ein wenig fehlt. Zum letzten Song stürmte dann ein Gogo-Girl auf die Bühne und rundete einen perfekten Auftritt der Tiroler ab. Von den Jungs wird man in Zukunft wohl noch einiges zu hören bekommen. Man darf also gespannt sein.

Und wie auf jedem Kirtag heuer waren auch hier die Excrementory Grindfuckers anzutreffen. Die Performanz der Deutschen war deutlich besser als die letzten drei Mal, die ich sie gesehen hatte, wirklich umhauen tun sie mich nach wie vor nicht, denn wie schon an anderer Stelle erwähnt: Idee gut, Umsetzung einen Tick zu wenig spaßig. Da wäre mehr drinnen. Aber dem Pöbel hat es wie immer gefallen und die Klassiker wie die „Grindcore Out Of Hell“ und „Karamba, Karacho, ein Grindcore“ wurden auch nicht vorenthalten. Und „Musik machen sowieso andere“. (Eirik)

Leider mussten die Excrementory Grindfuckers diesmal wieder auf Frontmädchen H!M verzichten, da dieser unter Flugangst leidet (setzt die Memme doch beim nächsten mal in den Bus!). Dadurch mussten zwar eine paar kleinere showtechnische Abstriche in Kauf genommen werden, die Laune ließ sich dadurch aber niemand verderben. Nicht mal der Rezensent, der zwar gerne das eine oder andere Bierchen mit H!M geschlürft hätte, aber das ist eine andere Geschichte. Die Grindfuckers boten eine gewohnt brachial amüsante und leider viel zu kurze Show, dafür aber mit einer Setlist die nicht viele Wünsche offen ließ. Unter anderem „Looking For Grindcore“, „Ein Bisschen Grind Muss Sein“, „Halb Und Halb“, der „Heimscheißer“, der mittlerweile zum festen Live- Repertoire gehört und natürlich das (gerade in Österreich unvermeidliche) „Vater Morgana“ trieben nicht wenigen die Lachtränen in die Augen. Trotz des Spaßfaktors sollte aber nicht unerwähnt bleiben, dass hier eine spielerisch durchaus ernst zu nehmende Band agierte und keine Kasperlcombo auf die die Grindfuckers (auch von der schreibenden Zunft) gerne mal reduziert werden. Kultstatus genießen die Hannoveraner ohnehin längst. (Kreuznagel)

Die darauf folgenden Negura Bunget lassen sich ebenso wenig wie ihre Vorgänger lumpen, und spielen sich heuer auch durch alle Festivals und Clubgigs, um dem Hype dieses Jahres zusätzlichen Wind in den Segeln zu verschaffen. Mir kann es nur recht sein, verfolge ich die Karriere der Rumänen nun doch schon seit 10 Jahren. Und kaum eine Band passt optisch wohl besser aufs Kaltenbach Open Air als Negura Bunget (altrumänisch für „dunkler nebeliger Wald“). Wie immer also super Darbietung, wenn auch der Sound phasenweise suboptimal war. (Eirik)

Für mich bis zum heutigen Tage noch unverständlich ist, warum Dew Scented zu dieser furchtbaren Tageszeit schon an den Start gehen mussten. Diese Band hätte sich definitiv einen Platz in den ersten Reihen verdient gehabt. Den Jungs rund um einen wie immer gut aufgelegten Fronter Leif, war das jedoch herzlich egal und sie nagelten die Zuschauer mit ihren Thrashgranaten geradezu an die Wand. Gespickt mit einem guten Sound präsentierten uns die Deutschen ein Best Of ihres bisherigen Schaffens. Und das mit einer Wucht, dass es eine Freude war. Nochmals, für mich ist diese Band deutlich weiter oben anzusiedeln. Hammerauftritt. (Ogerl)

Nun aber Vreid – die norwegische Band aus einzelnen verbleibenden Musikern von Windir nach dem Tod des Sängers Valfar. Was soll ich sagen? Oft gesehen, stets spitze! Ich liebe die Band einfach. Traditionell ist aber der Black Metal Gegneranteil am Kaltenbach Open Air wesentlich größer, weswegen sich diese Bands immer schwer tun, das Publikum für sich zu gewinnen. Dargeboten wurde ein Querschnitt aus den drei bisherigen Alben. Sicherlich eines der Highlights am ersten Tag.

Jetzt war es aber an der Zeit unseren lettischen Gast am Campinggelände ein wenig die Schippe zu nehmen und ihr über die hiesige alpine Fauna in Form von Mammutschnabeltier, dem fliegenden Hochalpenkrokodil und dem bei Nacht und Nebel attackierenden Langhaarwolpertinger zu erzählen, was dazu führte, dass die eine oder andere (nicht zuletzt auch aufgrund des fortgeschrittenen Konsums von alkoholhaltigem gelbem Schnee) vor Lachen samt Sessel den halben Hang hinunterkullerte. (Eirik)

Graveworm waren vor Jahren ein Garant für Wahnsinnsstimmung. Diese Zeiten scheinen vorbei, auch wenn sich Sänger Stefan noch so ins Zeug legte. Den moderneren Anstrich der letzten beiden Alben nahmen ihnen einige alte Fans leider übel und raubten der Band auch irgendwie ihre völlig eigenständige Stilistik zwischen melodisch-hymnischen High Speed-Black/Death. Spielerisch war's wieder gewohnt gut, leider diesmal wieder keinen Rausschmeißer “Fear Of The Dark”.

Nach Necrophobic, die bei einem ziemlich energetischen Gig gut abräumten, wurde die Stimmung nun düsterer. Die wieder auferstandenen Hollenthon gaben nach dem leider etwas schwach besuchten Wien-Gig im Frühjahr das zweite Konzert auf heimischen Boden. Hier passte die Stimmung und der Platz vor der Bühne war voll. Die Band kommt live trotz der zahlreichen Samples ziemlich rotzig rüber. Die Bühnenpräsenz passt, auch wenn die Jungs in Wien noch energischer wirkten.

Der Opener “On The Wings Of A Dove” klingt auf Scheibe etwas klinisch und perfekt, hier rockt er wie Sau. Eine Hymne wie “Once We Where Kings” klingt auf Scheibe nett, live ist er eine Offenbarung. Wird wohl ein Live-Klassiker werden. Die Band steht stilistisch etwas zwischen den Stühlen, könnte aber gerade deshalb auf ein weites Fansegment zugreifen. Düster, aber immer groovig, zudem episch melodiös. Den Leuten hat's auf jeden Fall gefallen. Der heimische Zuspruch scheint Bandleader Martin Shirenc sicher, international läuft's sowieso. (Aamon)

Als relativ spät gebuchter Coheadliner am ersten Abend präsentierten sich Rotting Christ wieder mal von ihrer allerbesten Seite! Zurzeit ja neben ihrem letzten Album „Theogonia“ auch mit einem Best Of am Start, ließen sie sich auch bei diesem Festivalgig nicht lumpen und spielten sich durch die oberste Sahne ihres bisherigen Schaffens. Diese Urgesteine haben es mir einfach angetan! Immer wieder eine Freude sie zu sehen, wenn sie aufgrund ihres eigenen und typischen Sounds auch nicht bei allen auf Gegenliebe stoßen. (Eirik)

Die beiden Gorefest- Alben seit der Reunion besitzen zwar nicht ganz die Klasse eines „False“ oder „Mindloss“, live fügen sich die Stücke neueren Datums aber nahtlos in die starke Riege der Klassiker, die selbst über die Jahre rein gar nichts von ihrem rohen Charme eingebüßt haben. Die großen Entertainer werden Gorefest zwar nie werden, aber einer Kultband reicht es, sich auf das Wesentliche zu beschränken und mit ganz viel Charisma aufzuwerten. Jan-Chris de Koeijer wirkt stimmlich topfit, der Sound ist (wie das gesamte Festival über) nahezu perfekt, der Gig wuchtig und intensiv und mit Songs wie „Reality - When You Die“ kann man eh nichts falsch machen. Nach viel zu kurzen 80 Minuten findet der erste Tag schließlich einen würdigen Ausklang und es geht auf die Aftershowparty, wo man sich endgültig die Lichter ausschießt.

Samstag

Veritas Mentis haben sich in den letzten Jahren enorm gemausert und die Entwicklung weg vom Black Metal zu mehr oder minder reinem Death mit nur noch zu erahnenden Black- Einflüssen hat ihnen hörbar gut getan. Den Auftritt selbst kann man getrost als solide bis gutklassig bezeichnen, wobei man die Kärntner auch schon in besserer Verfassung erlebt hat.

Endlich mal wieder Cremation! Die Steirer hatte ich schon länger nicht mehr live bewundern dürfen und dementsprechend erwartungsvoll ging es Richtung Bühne. Der Zeitpunkt des Auftritts hätte für mich nicht besser ausfallen können, nämlich genau in einer kurzen Phase vorübergehender Nüchternheit. Die Band präsentierte sich als perfekt eingespieltes Team in Topform, fette Riffs reihten sich an melodische Parts und geniale Soli, so muss es sein. Die geniale Chuck Schuldiner- Huldigung „Crystal Mountain“ setzte dem Ganzen schließlich das Sahnehäubchen auf. Absolut feiner Auftritt bei optimalen Soundverhältnissen, beide Däumchen gen Himmel. Für mich eine DER Bands des Tages!

Ich bin zwar kein großer Freund von Grindcore im Allgemeinen und Vocals Marke „gestochenes Schwein“ im Speziellen, Fleshless sind aber dennoch immer wieder sehenswert. So hatte sich auch diesmal ein beachtlicher Mob eingefleischter Grindcoreler eingefunden, um den tschechischen Haufen standesgemäß abzufeiern. Diese hatten die Menge gut im Griff und honorierten den Einsatz der Fans mit einer dreckigen Show, was vor allem dem Aktionsradius von Frontsau Vladimir zu verdanken war. (Kreuznagel)

Sinister waren wie erwartet etwas dumpf. Langweiliger Old School Death Metal ohne Höhepunkte. Sinister waren immer zweitklassig, so auch diesmal. Dazu kam ein etwas rumpeliger und trockener Sound und zu wenig speedige Eleganz. Nichts gegen rockigen Death Metal, aber dennoch ”Nein Danke!” (Aamon)

Eluveitie bewiesen wahre Größe und sagten ihren Gig trotz widriger Umstände nicht ab. Die Brüder Rafi (Bass) und Sevan (Dudelsack, Flöte, etc.) gaben ihren Ausstieg zwar schon vor einigen Wochen bekannt, teilten der Band aber erst kurz vor dem KOA (per mail!) mit, dass sie die Festivaltour nun doch nicht zu Ende spielen werden. Die Pagan Death Metaller machten das Beste daraus und lieferten einen sauberen, energiegeladenen Gig. Einige Parts dürften zwar vom Band gekommen sein, aber die Menge störte das nicht und ist in Anbetracht der Umstände auch nicht weiter schlimm. Partystimmung, kreisende Matten und gut gelaunte Gesichter wohin man blickte, waren bezeichnend für den Auftritt der Schweizer. Der kometenhafte Aufstieg Eluveitie’s kommt nicht von ungefähr, ihre Live Shows verdeutlichen das wohl am Besten. (Kreuznagel)

Marduk waren sicher die extremste Band des Festivals. Die Bunker-Film-mäßigen Intros kamen wirklich fies und böse, die Band setzte daran an und zeigte sich eruptiv. Brutalster Black Metal mit teilweise etwas zu weit aufgedrehtem Kreischen, das schmerzte phasenweise in den Ohren. Einen Deut zurückdrehen wäre noch immer nicht zu wenig gewesen. Sensationell Drummer Lars. Gnadenlos und extrem exakt, wie übrigens die gesamte Band. Der Band hat es auf jeden Fall gut getan, dass sie sich etwas rarer gemacht hat in den letzten Jahren.

Grave, die Old School-Death Metal-Institution aus Schweden wollten hier nach Marduk wohl nicht abstinken und entfachten ein extrem speediges Death Metal-Inferno. Knallhart, fetter Sound (wenn er da war) und heftiger als zuletzt. Extrem tight und fett. “Into The Grave”.

Die Schweizer Avantgarde-Metaller Samael sieht man leider sehr selten live hierzulande. Deshalb war die Vorfreude groß, dass die Elektronik-Fans dieses Jahr beim Kaltenbach spielen. Sie entäuschten nicht, auch wenn der Sound etwas schwächelte. Etwas zu barsch, zu wenig voll in seiner Gesamtheit. Dennoch sind die Jungs einfach gut. Diesmal gab's weniger Hymnik und einen etwas rauheren Gig als bei der letzten Tour vor ein paar Jahren. Das passt natürlich und zeigt, dass die Band ihre Wurzeln nicht vergessen hat. Eine tolle Licht- und Videoshow ist bei Samael natürlich selbstverständlich. (Aamon)





Die Vorfreude auf den Headliner des Abends wuchs ins Unermessliche, da Satyricon enorm lange auf sich warten ließen. Da aber der Durst auch zu später Stunde noch recht groß war, bot die Pause genug Zeit um sich das eine oder andere Bier zu einem Schnäppchenpreis von 2,50 € einzuverleiben. Kaum war man gestärkt und zur Sicherheit noch mit flüssigem Proviant bewaffnet, erschien auch schon Satyricon. Der Sound schien anfangs ein wenig zu leise, doch nach dem zweiten Song durfte man Ohrenzeuge einer Wahnsinnsshow werden. Auch optisch wars ein Genuss: auf der in rotes Licht getauchte und mit heftigen Nebelschwaden durchzogenen Bühne lieferten Satyr und seine Mannen in souveränen Posen und sich doch artig beim Publikum bedankend ein Best-of-Set. Besonders gelungen und atmosphärisch kamen „To The Mountains“ und natürlich „Mother North“, zu dessen Anfangsklängen die begeisterte Metalmeute vor der Bühne euphorisch mitsang. Was für ein genialer Abschluss eines Abends, der wirklich kaum einen Wunsch offen ließ! (Sykryt)

Alles in allem wieder ein spitzenmäßig gelungenes Festival, auch wenn aufgrund einer kurzfristigen Gastronomieabsage die Versorgungsstände am Gelände etwas kompakter als gewohnt ausgefallen sind. Definitely again next year! (Eirik)

Dieses Jahr hat sich das Kaltenbach Open Air endgültig etabliert. Waren früher Sound und Licht nicht immer wirklich gut, wurde hier hör- und sehbar nachgebessert. Auch die Bühne selbst wirkte heuer etwas größer und besser ausgerüstet. Da steht das Festival auch im internationalen Vergleich mittlerweile sehr gut da. Das Billing war niemals so hochkarätig wie heuer. Abwechslung war groß geschrieben in der eher heftigen Grundausrichtung des Festivals. Auch wenn die Szenen im brutaleren Metal in den letzten Jahren wieder auseinanderdriften, ist die Mischung von eher corigen Klängen über Brutal Death Metal bis zu den klasssicheren Black, Thrash und Deathklängen eine lobenswerten Idee. Eine Art Szenenzusammenführung, die hoffentlich auch zukünftig aufgehen möge.

Auch wettertechnisch war dieses Jahr alles zufriedenstellend, auch wenn es am Donnerstag noch ziemlich geschüttet hat. Bis auf ein paar kurzen Regenschauern an den Abenden und in der Nacht war schönes wechselhaftes Wetter. Bestes Festivalwetter eigentlich.

Und auf welchem anderen Festival gibt's zur Prime Time Samstag Abends den halben Liter Bier um 2,50 Euro. Ein großes Bravo dafür. Da fühlte sich keiner abgezockt, alles andere als üblich. (Aamon)

Fotos vom Kaltenbach Open Air 2008

Eirikrs Top 5 des KOA 2008:

1. Desaster
2. Marduk
3. Grave
4. Urgehal
5. Vreid

Aamons Top 5 des KOA 2008:

1. Satyricon
2. Hollenthon
3. Gorefest
4. Marduk
5. Samael

Ogerls Top 5 des KOA 2008:

1. Gorefest
2. Dew-Scented
3. Fleshless
4. Grave
5. Inzest

Sykryts Top 5 des KOA 2008:

1. Satyyricon
2. Samael
3. Marduk
4. Urgehal
5.Hollenthon

Kreuznagels Top 5 des KOA 2008:

1. Excrementory Grindfuckers
2. Gorefest
3. Eluveitie
4. Cremation
5. Hollenthon



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Till Burgwächter – Tilicus Glossicus Metallicus (Metalglossen aus der Hölle)

Till Burgwächter, Autor von solch wundervollen Büchern wie „Juhr Gait Tu Hewi Me...more

 
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